Von A wie Asyl bis Z wie Zugstrecke
Rege Diskussionen auf der CSU-Hauptversammlung in Meitingen

Zwar standen bei der ordentlichen Jahreshauptversammlung des CSU-Ortsverbandes Meitingen keine Neuwahlen des Vorstands an, aber eine interessante Versammlung wurde es dennoch. Grund dafür waren die vielfältigen und herausfordernden Themen, die in der Marktgemeinde auf der Tagesordnung stehen. Von A wie Asyl bis Z wie Zugstrecke erstreckte sich die Bandbreite.

Ortsvorsitzende Claudia Riemensperger führte durch die Versammlung und ließ die Aktivitäten des Ortsverbandes im vergangenen Jahr Revue passieren. „Inhaltlich setzten wir uns im CSU-Forum mit aktuellen Projekten aus der Marktgemeinde auseinander. Einmal im Frühjahr und einmal im Herbst konnten alle ihre Ideen und Meinungen zu Schloßparkgestaltung und Bahnhofsumbau einbringen“, so die Vorsitzende. Beide Baumaßnahmen sind sowohl für die Innerortsentwicklung als auch die Außenwirkung prägend. Außerdem unterstützte der Ortsverband bei der bekannten „Italienischen Nacht“ der Jungen Union und verteilte zum Fahrplanwechsel Anfang Dezember wieder die sehr bewährten Fahrplankärtchen. „Trotz Internet, Handy und Apps sind unsere Papierkärtchen im Geldbörsenformat nach wie vor sehr beliebt“, stellte Riemensperger fest. Für das laufende Jahr verwies sie auf das seit über 20 Jahren bestehende Lichterfest, das am Samstag, 9. Juli im Fiakerpark an der Grundschule stattfinden wird.

Zum überall dominierenden Thema Asyl sprach die CSU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Carolina Trautner. „Es ist nach wie vor das Thema, das uns am meisten im Landtag beschäftigt“, so Trautner. Bei ihren vielen Ortsterminen spüre sie auch die Zerrissenheit in der Bevölkerung. Viele Herausforderungen seien zu meistern: „Neben der Erstversorgung auch die Gesundheitsfürsorge, Kindergarten- und Schulbesuch. Die Bürgermeister bekommen das hautnah mit.“ Als zweites wichtiges Thema nannte Trautner die Innere Sicherheit, die wieder stärker in den Fokus gerückt sei. „Wir haben die höchste Anzahl an Polizisten seit langem“, führte sie aus.

Über aktuelle Bauprojekte vor Ort informierte Bürgermeister Michael Higl. Für alle sichtbar sei derzeit die Erweiterung und Neugestaltung des Schloßparks im Südosten Richtung Rathaus. Mittelfristig stünde in einigen Jahren der Bahnhofsumbau an. „Die Neugestaltung mit Rampen macht eine Bahnsteigverbreiterung notwendig“, so Higl, „und somit eine Verlegung des Gleis 3 im Meitinger Bahnhof.“ Eine enge Kooperation mit der Bahn sei hier unerlässlich.

Davon unabhängig ist die derzeit in Berichten zu lesende Thematik des Dritten Gleises auf der Zugstrecke von Augsburg nach Donauwörth. „Bei zwei Gleisen besteht die Gefahr, dass der Nahverkehr auf lange Sicht zurückgedrängt wird, denn die Strecke wird auch zukünftig ein wichtiger Korridor für den Personenfern- und den Güterverkehr sein“, erläuterte Higl. „Darauf weisen Landkreis und Kommunen bereits seit vielen Jahren hin. Nun besteht die Chance, in den Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes aufgenommen zu werden.“ Das Verfahren sehe nämlich zwei Auswahlrunden vor: Die erste für „fertig“ geprüfte Maßnahmen, die zweite für noch nicht vollständig geprüfte Maßnahmen. „Wir befinden uns momentan in der zweiten Runde“, führte Higl weiter aus, „weshalb wir nun erneut unsere Argumente vorbringen, und zwar in einer konzertierten Stellungnahme der betroffenen Kommunen.“

Nach dem Bericht des Schatzmeisters und seiner Entlastung sowie erforderlichen Delegiertenwahlen für den Kreisverband für die Bundestagswahl 2017 schloss sich eine lebhafte Diskussion an. „Neben den notwendigen Formalien ist das der Sinn einer solchen Versammlung“, zeigte sich Vorsitzende Riemensperger zufrieden mit dem Abend. „Meinungsaustausch mit sachliche Diskussion.“


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